Coronavirus und die AES

Samir schreibt am 20.03.2020 an die FII-Geschäftsstelle:

Wir fasten und beten viel für die Situation mit der Hoffnung auf eine baldige Veränderung. Wir wollen daher nicht murren und es aus seiner Hand nehmen.

Bei uns unterscheidet sich der Zustand nicht groß vom Deutschland, mit Ausnahme das es noch mehr Lebensmittel in den Supermärkten gibt. Nicht existentiell notwendige Geschäfte sollen eigentlich geschlossen werden, wobei sich nicht jeder daran hält. Dieselbe Situation herrscht mit dem öffentlichen Verkehr. Aus diesem Grund, wurden ab heute noch strengere Kontrollen eingeführt. Ob auch schon Strafen verhängt wurden, ist mir noch unbekannt. Die Grenzen der Stadtbezirke sind auch geschlossen worden. Wir kommen also erstmal nicht aus Irbid raus und Flugzeuge kommen in der Regel oder ohne spezielle Genehmigung ebenfalls nicht rein oder raus.

Die Schule findet zurzeit auch nicht statt, wegen des Versammlungsverbots. Festgelegt wurde es erstmal auf 2 Wochen, aber die Coronafälle nehmen in Jordanien, trotz der Vorkehrungen zu. Vielleicht wird diese Frist demnach verlängert. Die Schüler bekommen in dieser Zeit Unterricht übers Internet und/oder Fernsehen.

Marie Ann und auch die anderen beiden Volontärinnen haben schon vor einiger Zeit intensiven Kontakt zum Auswärtigen Amt der deutschen Botschaft aufgenommen. Aufgrund der Grenzschließungen wurden die Drei gestern von einem Auto der deutschen Botschaft abgeholt und nach Amman in ein Apartment gebracht, dass sie erstmal aus eigener Tasche zahlen müssen. Dort bleiben sie, bis sie hoffentlich bald ein Flugzeug nach Deutschland bringt. Wie lange das dauern wird, wissen wir jedoch leider nicht. Auch hier können wir nur dafür beten, dass es bald sein wird!

Ich hoffe sehr, dass sich die Lage bald etwas beruhigt hat, aber natürlich nehmen wir es aus Gottes Hand. 
Ich bete für eure Gesundheit! Alles Liebe und Gottes Segen,

Reverend Samir Esaid
School Administrator

Der Förderverein Inklusionsschule Irbid – FII e.V.

fördert die Arab Episcopal School (AES) in Irbid, Jordanien

Seit der Gründung verfolgt die Schule das Ziel, mit zeitgemäßen Ansätzen den Bedürfnissen von blinden und sehbehinderten Kindern und Jugendlichen Rechnung zu tragen und ihnen eine bessere und hoffnungsvollere Zukunft zu ermöglichen. Für sie gab es zuvor in Irbid und Umgebung kein pädagogisches Angebot.

Die AES arbeitet nach friedenspädagogischen Grundsätzen und mit dreifacher Inklusion:
Gemeinsame Erziehung von

  • Christen und Muslimen
  • Jungen und Mädchen
  • Blinden und Sehenden Kindern
Die AES wurde vom ZERO-Projekt mit einem Preis für ihre innovative Blindenarbeit im Februar in Wien ausgezeichnet

Das Zero Project, eine Initiative der Essl Foundation, konzentriert sich auf die Rechte von Menschen mit Behinderungen weltweit. Es bietet eine Plattform, auf der die innovativsten und effektivsten Lösungen für Probleme von Menschen mit Behinderungen ausgetauscht werden. Das Zero-Projekt baut auf einem wachsenden Netzwerk von über 4.000 Organisationen und Behinderungsexperten mit und ohne Behinderung in über 160 Ländern auf. Mit seiner Konferenz, seinem Bericht und seinen Auszeichnungen verbreitet und fördert das Zero-Projekt reproduzierbare und innovative Lösungen, die die Probleme von Menschen mit Behinderungen überwinden, indem es die Öffentlichkeit für die Probleme sensibilisiert und Reformen anregt und so als Katalysator für eine Welt ohne Hindernisse fungiert. …

Im Verlauf des Programms erhalten die ausgewählten Initiativen in Zusammenarbeit mit lokalen ReplikationspartnernSchulungen, Mentoring, maßgeschneiderte Unterstützung, Vernetzung und Sichtbarkeit , um ihre Innovation und Wirkung in anderen Regionen weiter zu reproduzieren. Ziel ist es, diese Initiativen für die Replikation vorzubereiten, sie mit relevanten Replikationspartnern zu verbinden und die Replikation durch unsere Alumni-Community weiter zu unterstützen.

Hier können Sie sich weitere Informationen zum Zero-Projekt als PDF-Flyer herunterladen:


Fotowettbewerb jordanien

von unserem Kooperationspartner Bibelerlebniswelt

Hier können Sie sich den Flyer zum Wettbewerb herunter laden: